Tipp des Monats

Theater im Wipertihof

 "Ein ganz gewöhnlicher Jude" von Charles Lewinsky 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Hauptrolle: Jens Tramsen                    Regie: Jens Jürgens

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

manche Projekte verfolgt man sehr lange. Ein solches war das Theaterstück "Ein ganz gewöhnlicher Jude", was wir im April und Mai in Quedlinburg und Halberstadt aufführten. Die Reaktionen zeigten uns aber, daß wir zu Recht an dieser Herzensangelegenheit jahrelang festgehalten haben. Seinen Überzeugungen sollte man doch des Öfteren folgen!

Rezension in der Mitteldeutschen Zeitung

Die dazugehörige Fotogalerie von Elisabeth Rawald

Zum Inhalt:

Der Journalist Emanuel Goldfarb hat einen Brief bekommen. Von einem Sozialkundelehrer, der um den Besuch eines "Mitglieds der jüdischen Religionsgemeinschaft" bittet, um ihn seinen Schülern vorzustellen, und der mit einem "herzlichen Shalom" grüßt. Für Goldfarb wird dieser unbeholfene Lehrer zu einem imaginierten Popanz, den er sich im laufe des Stückes ironisch bis zynisch zur Brust nimmt, auf den er all seine Wut ablädt, den Unmut über Unverstandensein, zerbrochenes Selbstverständnis und falsche Toleranz. Politisch unkorrekt, humorvoll und emotional bilanziert er sein Leben. Ein erfrischender Soloabend über den Alltag eines Deutschen, der sich fremd fühlt im eigenen Land, der anders ist als die anderen. Und der sich doch immer wieder nur eines wünscht: Einfach nur dazuzugehören.

Eine provokative Auseinandersetzung mit dem Thema "Juden in Deutschland", das sich auf unsentimentale Weise diesem schwierigen Kapitel deutscher Geschichte nähert. Lassen Sie sich diesen erfrischenden Abend mit einer famosen Schauspielleistung nicht entgehen. 

 

Juni 2010

Jeden Monat stellen wir Ihnen ein Buch, eine CD oder etwas anderes vor, von dem wir der Meinung sind, daß es ihnen gefallen könnte. Klicken Sie auch unseren Blog nach anderen Ankündigungen und Empfehlungen an. Es lohnt sich!


Stephan Schulz, What a Wonderful World - Als Louis Armstrong durch den Osten tourte

Neues Leben 255 S. zahlr. Fotos  nur 14.95 ( mit handschriftlicher Widmung des Autors )

 

Er war der erste US-Entertainer, der hinter den "Eisernen Vorhang" reiste. Der "König des Jazz" gab im Frühjahr 1965 17 Konzerte in der DDR. Seine Trompete wirkte wie ein Tauchsieder. Wenn er sie in Berlin, Leipzig, Magdeburg, Erfurt oder Schwerin ins Publikum hielt, kochte der ausverkaufte Saal. Der Autor hat zwei Jahre lang in Archiven recherchiert, Zeitzeugen interviewt und so die einzige DDR-Tournee von Louis Armstrong rekonstruiert. Entstanden ist ein Erinnerungsalbum mit warmherzigen Geschichten.


 

Hans Wiegand, Rudolf Heym, Straßenbahnen zu Honeckers Zeiten Trams in der DDR:

Die 70er- und 80er-Jahre in Farbe 2006 111 S.180 Abb. 3-7654-7199-5
Geramond Verlag, 20?

... die erfolgreiche Fortsetzung der Straßenbahnen zu Ulbrichts Zeiten.

Der Bildband bietet in sieben fundierten Kapiteln eine komplette Bestandsaufnahme der DDR-Straßenbahnen der 70er- und 80er-Jahre. Fast 200 Farbbilder, darunter viele erstmals veröffentlichte Aufnahmen, dokumentieren die überraschende Bandbreite der Fahrzeuge und Strecken, der Überlandbahnen, der großen und kleinen Betriebe zwischen Ostsee und Erzgebirge. Die beiden Autoren haben die Zeit noch selbst erlebt und lassen sie in fachkundigen Texten Revue passieren.

Was aber das erstaunlichste ist sind die Photos selbst, die in ungewollter Wahrhaftigkeit die Realität der DDR abbilden.


"Fitz" fürs Heimkino

Im Monat Januar 2010 gibt es einmal einen Tipp für Cineasten. Mitte der neunziger Jahre wurde die Serie "Cracker" im deutschen Fernsehen "Für alle Fälle Fitz" gezeigt. Ein wahrer Meilenstein der Filmgeschichte. Wer sie je gesehen hat, der wird sie immer in Erinnerung behalten. Nun gibt es die Serie auf DVD. Die Staffeln 1-3 mit je drei Folgen für 29.99 Euro und die vierte Staffel mit zwei Folgen und einem 45 Min. Bonusmaterial ebenfalls für 29.99 Euro bei Koch Media und natürlich bei uns. Alle 11 DVDs kann man für knapp 70 Euro erwerben. Also sehr günstig! Es lohnt sich alle Mal Robbie Coltraine als "gestörten" Polizeipsychologen zu erleben. Qualitätsfernsehen von großer Intensität und leider auch von hoher Seltenheit.

 

Tipp des Monats

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Im Monat November möchten wir die diesjährigen Buchpreisträger empfehlen, die die drei bedeutendsten Ehrungen erfahren haben.

Nobelpreis für Literatur: Herta Möller "Atemschaukel"

Nobelpreis för Literatur: Herta Möller

Deutscher Buchpreis: Kathrin Schmidt "Du stirbst nicht"

Deutscher Buchpreis: Kathrin Schmidt

Böchnerpreis: Walter Kappacher "Fliegenpalast"

Böchnerpreis: Walter Kappacher